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Zeitreise Das Portrait als solches blickt auf eine lange Tradition und Geschichte zurück, die bereits in den unter- schiedlichsten Formen seit der Antike über das römische Reich ihren Anfang fand. Je nach Verfügbarkeit von Materialien und Arbeitsmitteln entstanden Büsten, Skulpturen bis hin zu Skizzen und später gemalten Portraits. Es handelte sich ausschließlich um Herrschafts- und Standesportraits wichtiger Persönlichkeiten aus den jeweiligen Epochen, die wir heute in Gallerien und Museen mit historischen Hintergründen in Verbindung bringen. Auch zu Zeiten, als es noch keine mediale Welt im eigentlichen Sinne gab, wollte man mit Portraits bereits Herrschafts- und Standesansprüche geltend machen und die Bekanntheit von Persönlichkeiten, Kriegern, Philosphen und Künstler in die Welt tragen. Auch schon eine Art Öffent- lichkeitsarbeit. PR ist deshalb nicht wirklich eine neuzeitliche Erfindung, sondern hat sich den technischen Möglichkeiten der Informationsverbreitung nur angepasst. Mit der Erfindung des Buchdrucks um 1440 durch Johannes Guttenberg in Mainz war der Grundstein für die Massenverbreitung von schriftlichen Informationen und Bildern gelegt. Dieses Ereignis ist als wichtigste Entwicklung der Menscheitsgeschichte eingegangen. Zeitlich gesehen befinden wir uns in der Renaissance (1400 - 1620). Diese Epoche beendete das Mittelalter und leutete die Neuzeit ein. Es beginnt die Hochzeit der Einzel- portraitmalerei, geprägt in den Nieder- landen (niederländische Schule) im 15. Jahrhundert, sowie namhafte Künstler aus dem Mittel- und Nord- europäischen Raum. Als ersten „Street-Art-Künstler“ könnte man übrigens Leonardo da Vinci (1452-1519, Florence) bezeichnen, der bereits Straßenszenen und unbekannte Menschen sowohl zu wissenschaftlichen als auch zu künstlerischen Zwecken dokumentierte. Camera Obscura Wenn sich Kunst und technischer Erfindergeist zusammenschließt, entstehen innovative Ideen. So auch 1829, als Joseph Nicéphore Niépce zusammen mit Louis Jacques Mandé Daguerre das erfand, was wir heute Fotografie nennen. Diese Technik führt erstmalig im amerikanischen Bürgerkrieg (1861- 1865) zu einer ungeahnten Nachfrage von Portraitfotografen, da Familien und Freunde besorgt waren, geliebte Menschen nicht mehr lebend wieder- zu sehen. Auch wenn 1650 in Leipzig durch Timotheus Ritzsch die erste Zeitung
Portrait
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Auf ein Wort
 Editorial Auf ein Wort
 Editorial Personal Portraits
gedruckt wurde, so war der Beginn des ersten Weltkrieges ganz sicher das Schlüssel- ereignis für die weltweite Berichterstattung in Wort und Bild. Die New York Times, die Washington Post und der Name Condenast dürfen in diesem Fall nicht uner- wähnt bleiben. In NY, London und Paris wurde fotografisch Geschichte geschrieben. In Berlin zunächst bis zu Beginn des WW II. Ab den 20iger Jahren wurden Dokumentationen, Reportagen und People- Stories das  prägende Thema für den Qualitäts- journalismus, weil auch die vertrieblichen Strukturen enorme Umsätze generierten. Am 17. Dezember 1892 erscheint in NY die erste Vogue (Condenast) und damit das erste Fashion und Lifestyle-Magazine überhaupt. Keine Politik, keine Wirtschaft, keine Kriegsberichterstattung. Nur schöne Bilder von schönen und gut ge- kleideten Menschen. Auch in Berlin. Die „Party“ be- ginnt richtig im Jahre 1905. In Deutschland beginnt sie erst wieder nach dem Krieg, wobei die Vogue bereits in allen Metropolen, trotz Krieg, etabliert war. Für viele ehemaligen Kriegsfotografen startet eine neue Ära in der Fashion-Photography. Nicht so gefährlich, gut be- zahlt und von hohem gesell- schaftlichen Status. People-Stories und Portraits bringen uns seit dem Menschen des öffentlichen Lebens aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur näher. 1994, also nur zwei Jahre nach meiner eigenen Studio- und Agenturgründung ging in Deutschland das Internet an den Start. Im Grunde aber ohne Medienrelevanz. Das änderte sich schlag- artig mit Facebook (2004) und Instagram (2010) Seit dem liefern Social Media die Distributionskanäle für Business, News, People- Stories und Informationen mit Vorzug freier Verfügbarkeit. Die Welt hat sich verändert. Aber das Interesse an Menschen, deren Ideen, Leistungen und Schicksalen bleibt. Und Portrait-Photography liefert diesen unglaublich interessanten Zugang dazu. Völlig egal, wo auf dieser Welt.
Christian von der Eltz CD-PR Press Media Photographer Visual Journalist
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